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August 25, 2006

Jiaozi

Abgelegt unter: Kultur — Administrator @ 10:41 pm

Jiǎozi (chin. 饺子/餃子, jiǎozi, W.-G. chiao3-tzu, kant. gau35 dzi35), in Japan als Gyōza populär, ist ein chinesisches Teiggericht, das in etwa der Maultasche ähnelt und der Vorfahre der Ravioli sein soll.

Die Füllung besteht oft aus Gemüse und Fleisch oder Garnelen. Chinesische Restaurants bieten daher oft eine große Auswahl an Füllungen an. Teilweise wird Ei in die Füllung gegeben, um dieser einen besseren Zusammenhalt zu geben.

Die gekochten Jiǎozi werden vor dem Verzehr in ein Gemisch aus Essig, Sojasoße, Chilli, gehacktem Koriander und Knoblauch getunkt, das sich jeder Gast auf einem kleinen Teller oder einer Schale selbst zusammenstellt. Zu den Jiǎozi werden auch ganze Knoblauchzehen geknabbert.

Die gedämpfte Form der Jiǎozi wird als Baozi (chin. 包子/, Baozi) bezeichnet.

Für die Südchinesen sind Jiǎozi höchstens ein Imbiss, niemals aber eine Hauptmahlzeit. Jiǎozi sind auch beim Dim Sum sehr beliebt. Wobei die Jiǎozi beim Dim sum in der Regel von einer dünneren transparenten Teigschicht umhüllt und gedämpft werden.

Kultur

Manche Chinesen vergleichen die chinesische Seele mit Jiaozi: nach außen einfach, nach innen vielfältig.

Jiaozi werden zu Hause von der ganzen Familie gemeinsam geknetet, ausgerollt und gefüllt. Deshalb isst man einem Spruch zufolge Jiaozi zur Begrüßung, Nudeln zum Abschied, denn die langen Nudeln symbolisieren die Verbundenheit nach der Trennung.

Die Jiaozi kommen ursprünglich aus China, genau gesagt aus Nordchina. Dazu gibt es mehrere Geschichten:

Bianque

Vor 2.600 Jahren lebte in Nordchina der berühmte Arzt Bianque. Dort ist es im Winter sehr kalt. Viele arme Leute hatten keine dicken warmen Sachen und keine Mützen, um die Kälte abzuhalten. Sie froren also erbärmlich, und manche froren sich wörtlich die Ohren ab. Nach eingehender Untersuchung kam Bianque zu dem Schluss, dass die Leute deshalb so oft erfrorene Ohren hatten, weil die Ohren nur dünne Adern und keine dicke Fettschicht haben. Er gab den Leuten einige Kräuter, um die Frostbeulen zu behandeln. Die Kräuter waren aber schwer zu kochen. Bianque legte deshalb die Heilkräuter in kleine Nudelteigtaschen bevor er sie den Leuten gab. Die kleinen und mit Kräutern gefüllten Nudelteigtaschen konnten sie dann zu Hause kochen und essen. Die Frostbeulen wurden durch die Kräuter geheilt. Mit der Entwicklung der Wirtschaft haben die Chinesen nun mehr Geld und können sich warme Kleidung für den Winter kaufen. Aber zum Gedenken an den Arzt Bianque füllen die Leute in jedem Winter Hackfleisch oder Gemüse in halbmondförmige Nudelteigtaschen und kochen und essen sie.

Su Qiaosheng

Es war einmal ein Kaiser, der sich aber weniger um die Staatsgeschäfte bemühte, als vielmehr seinen Vergnügungen nachging. Eines Tages sagte ihm nun einer seiner Mandarine - nicht ohne Hintergedanken -, dass er ewig leben werde, wenn er nur 100 verschiedene Gerichte am Tag essen könne. Der Kaiser war von dem Vorschlag angetan und erließ einen Befehl, landesweit den besten Koch auszuwählen, der dann für ihn 100 verschiedene Gerichte kochen sollte. Nach diversen Prüfungen wurde ein Koch mit dem Namen Su Qiaosheng gewählt.

In den nächsten 33 Tagen kochte Su insgesamt 99 verschiedene Gerichte für den Kaiser, der damit sehr zufrieden war. In der Nacht zum 33. Tag überlegte Koch Su nun, was er dem Kaiser denn zum zweiten Frühstück servieren solle. Er grübelte die ganze Nacht, hatte aber immer noch keine Idee für ein neues Gericht. Der Kaiser hatte ihm aber angedroht, dass er ihn töten lassen würde, wenn es mit den Gerichten nicht klappen sollte. Während der Meisterkoch noch so über sein mutmaßliches Schicksal meditierte, fiel sein Blick plötzlich auf die Reste von Fleisch und Gemüse in der Küche. Und da hatte er plötzlich eine Idee. Er hackte Fleisch und Gemüse in kleine Stückchen und füllte damit kleine Nudelteigtaschen, um sie dann samt ihrer Füllung zu kochen. Das Resultat erhielt der Kaiser zum Frühstück. Der Koch fürchtete, dass der Kaiser mit dem Frühstück nicht zufrieden sein könnte und erschrak also nicht wenig, als der Kaiser nach dem Frühstück höchst selbst direkt in die Küche stürmte und rief: „Das heutige Frühstück hat mir am besten geschmeckt! Wie heißt denn das Gericht?“

Der Koch antwortete ohne Zögern: „Das Gericht sieht platt aus und heißt deshalb Platt-Gericht“. Das war der Vorgänger der heutigen Jiaozi.

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Chinesischer Tierkreis

Abgelegt unter: Kultur — Administrator @ 10:38 pm

Die zwölf im Jahresrhythmus wechselnden Sternzeichen des chinesischen Kalenders und die ihnen zugeordneten Charaktereigenschaften sind:

* 鼠 shu Jahr der Maus: angriffslustig
* 牛 niu Jahr des Rindes: sanft
* 虎 hu Jahr des Tigers: verwegen
* 兔 tu Jahr des Hasen: gutmütig
* 龙 long Jahr des Drachen: geistreich
* 蛇 she Jahr der Schlange: schlau
* 马 ma Jahr des Pferdes: ungeduldig
* 羊 yang Jahr der Ziege: artig
* 猴 hou Jahr des Affen: unbeständig
* 鸡 ji Jahr des Huhns: stolz
* 狗 gou Jahr des Hundes: treu
* 猪 zhu Jahr des Schweines: ehrlich

Der Unterschied zum westlichen Tierkreis ist, dass sich hier wirklich nur um Tiere handelt (keine Waage, kein Wassermann usw.) und dass bis auf den Drachen alle Tiere real sind.

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Chinesische Kaiserpaläste

Abgelegt unter: Reise — Administrator @ 2:41 pm

Die chinesischen Kaiser ließen sich im Laufe der Jahrhunderte eine ganze Reihe von Palästen errichten. Viele davon, insbesondere jene in Xi’an, Luoyang und Kaifeng fielen Kriegen, Aufständen und vergleichbaren Ereignissen zum Opfer und existieren daher heute nicht mehr. Ganz oder teilweise erhalten sind heute u. a.

* Der Kaiserpalast in Peking (chin. 故宫 Gùgōng =Verbotene Stadt),
* Der Neue Sommerpalast in Peking (chin. 颐和园/頤和園 Yíhéyuán), 1860 zerstört, von Kaiserinwitwe Cixi wieder aufgebaut.
* Der Alte Sommerpalast in Peking (chin. 圆明园/圓明園 Yuánmíng Yuán), 1860 zerstört, heute nur noch Ruinen,
* Der Sommerpalast in Chengde (chin. 避暑山庄 Bì Shŭ Shanzhuang) und
* Der Kaiserpalast in Nanking (chin. 明故宫 Mìng Gùgōng), heute nur noch Ruinen.

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Zeittafel China

Abgelegt unter: Kultur — Administrator @ 2:37 pm

* Hemudu-Kultur (ca. 7000–4000 v. Chr.)
* Yangshao-Kultur (ca. 5000–3000 v. Chr.)
o Banpo-Siedlung
* Longshan-Kultur (ca. 3001–2000 v. Chr.)
* Liangzhu-Kultur (ca. 3300–2200 v. Chr.)

* Xia-Dynastie夏: etwa 2070–1600 v. Chr.
* Shang-Dynastie商; auch als „Yin“ bezeichnet, etwa 1700–1100 v. Chr.
* Zhou-Dynastie 周 etwa 1100–256 v. Chr.
o Westliche Zhou-Dynastie, 西周, Xizhou: 1100–770 v. Chr.
o Östliche Zhou-Dynastie, 東周, Dongzhou: 770–256 v. Chr.
+ Zeit der Frühlings- und Herbstannalen, 春秋, Chunqiu: 770–476 v. Chr.
+ Zeit der Kämpfenden Staaten, 戰國, Zhanguo: 476–221 v. Chr.

* Qin-Dynastie秦: 221–207 v. Chr.

* Han-Dynastie漢: 206 v. Chr.–220 n. Chr.
o Westliche Han-Dynastie, 前漢, Qian-Han (auch als westliche Han, 西漢, Xi-Han bezeichnet): 200 v. Chr.–9 n. Chr.
+ Kaiser Han Gaozu漢高祖; 206–195 v. Chr.
+ Kaiser Han Wudi漢武帝; 140–87 v. Chr.
o Interregnum von Wang Mang (Xin-Dynastie) und Anarchie, 王莽: 9–25
o Spätere Han, 後漢, Hou-Han (auch als östliche Han, 東漢, Dong-Han bezeichnet): 25–220

* Die Zeit der drei Reiche, Sanguo: 220–280
o Wei-Dynastie, 魏: 220–265
+ Kaiser Cao Pi: 220–226
o Shu Han, 蜀: 221–263
+ Kaiser Liu Bei: 221-223
o Wu-Dynastie, 吳: 222–280
+ Kaiser Sun Quan: 222-252

* Jin-Dynastie: 265–420
o Westliche Jin-Dynastie, 西晉, Xi-Jing: 265–316
o Östliche Jin-Dynastie, 東晉, Dong-Jin: 317–420
o Die Sechzehnkönigreiche
+ Han-Zhao (auch die Frühere Zhao genannt, 304–329)
+ Cheng-Han (auch die Frühere Shu genannt, 304–347)
+ Spätere Zhao (319–350)
+ Frühere Liang (324–376)
+ Frühere Yan (337–370)
+ Frühere Qin (351–394)
+ Spätere Qin (384–417)
+ Spätere Yan (384–409)
+ Westliche Qin (385–431)
+ Spätere Liang (386–403)
+ Südliche Liang (397–414)
+ Südliche Yan (398–410)
+ Westliche Liang (400–420)
+ Nördliche Liang (401–439)
+ Xia (407–431)
+ Nördliche Yan (409–433)

* Zeit der Nord- und Süd-Dynastien, 南北朝, Nanbei-Chao: 420–589
o Die südlichen Dynastien, 南朝, Nanchao:
+ Frühe Song-Dynastie, 宋朝 Liu-Song: 420–479
+ Qi-Dynastie, 齊: 479–502
+ Liang, 梁: 502–557
# Kaiser Liang Wu Di 502–549
+ Chen, 陳: 557–589
o Die nördlichen Dynastien, 北朝, Beichao:
+ Nördliche Wei, Bei-Wei: 386–534
+ Östliche Wei, Dong-Wei: 534–550
+ Westliche Wei, Xi-Wei: 535–557
+ Nördliche Qi, Bei-Qi: 550–577
+ Nördliche Zhou, Bei-Zhou: 557–581

* Sui-Dynastie: 581–618
o Kaiser Wen Di: 581–604
o Kaiser Yang Di: 605–617

* Tang-Dynastie: 618–907
o Kaiser Taizong: 627–649
o Kaiserin Wu Zetian und ihre Wuzhou-Dynastie (690–705)
o Kaiser Xuanzong: 712–756

* Die Fünf Dynastien und Zehn Königreiche (907–960)
o Die Fünf Dynastien , Wudai: 907–960
+ Spätere Liang, Hou-Liang: 907–936
+ Spätere Tang, Hou-Tang: 923–936
+ Spätere Jin, Hou-Jin: 936–947
+ Spätere Han, Hou-Han: 947–950
+ Spätere Zhou, Hou-Zhou: 951–960
o Die Zehn Königreiche
+ Wuyue (904–978)
+ Ming (909–945)
# Yin (943–945)
+ Jingnan (906–963)
+ Machu (897–951)
+ Wu (904–937)
+ Südliche Tang (937–975)
+ Südliche Han (917–971)
+ Nördliche Han (951–979)
+ Frühere Shu (907–925)
+ Spätere Shu (934–965)

* Der chinesische Dreibaum: Zeit der Song 宋, Liao 遼, Jin 金 und Westlichen Xia: 960–1279
o Liao-Dynastie: 916–1125
o Song-Dynastie:
+ Nördliche Song, Bei-Song: 960–1127
# Kaiser Huizong; 1101–1125
+ Südliche Song, Nan-Song: 1127–1279
o Westliche Xia-Dynastie: 1032–1227
o Jurchen-Dynastie Jin (金): 1115–1234
+ Kaiser Shizong: 1161–1189
+ Periode Taihe: 1201–1208

* Yuan-Dynastie (元): 1261–1368
o Kaiser Kublai Khan (Shizu): 1279–1368
o Periode Zhizheng (Toghan Timur): 1341–1368

* Ming-Dynastie (明): 1368–1644
o Periode Hongwu 1368–1398
o Kaiser Zhu Di 1402–1424
+ Admiral Zheng He 1371–1435
o Periode Zhengde 1506–1521
o Periode Wanli: 1573–1620

* Qing-Dynastie (清): 1644–1911 (auch als Mandschu-Dynastie bezeichnet)
o Kangxi: 1662–1722
o Yongzheng: 1723–1735
o Daoguang: 1821–1850
o Xianfeng: 1851–1861
o Tongzhi: 1862–1874
o Guangxu: 1875–1908
o Xuang Tong:1908–1912

* Hongxian-Dynastie: 1915–1916
o Yuan Shikai:12. Dezember 1915–22. März 1916

* Republik China (Zhōnghuá mínguó): 1912–1949

* Volksrepublik China (Zhōnghuá rénmín gònghéguó): seit 1949

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Sommerpalast (Chengde)

Abgelegt unter: Reise — Administrator @ 2:35 pm

Der Kaiserliche Sommerpalast (chin. 避暑山庄 Bì Shŭ Shanzhuang) in Chengde (früher: Jehol, Rehe), etwa 250 km nordöstlich von Peking gehört zu den hervorragendsten Beispielen der chinesischen Gärten.

Die Residenz nimmt eine Fläche von etwa 5,6 Quadratkilometern ein und ist damit der größte kaiserliche Parkkomplex in China. Davon sind etwa vier Fünftel bergig, den Rest bilden Ebenen und Seen. Das Ganze ist von einer Mauer aus Stein mit einer Länge von etwa 10 Kilometern umgeben. Die Anlage lässt sich grob in zwei Teile teilen, von denen der eine den Regierungsgeschäften und dem Wohnen diente und der andere dem Vergnügen. Der Vergnügungsteil kann nochmals in ein Seengebiet, eine Ebene und ein Berggebiet unterteilt werden.

Der Qing-Kaiser Kangxi ließ 1703 hier den ersten Palast anlegen. Die letzte Erweiterung kam 1790 zum Abschluss. Sowohl der Kaiser Kangxi als auch Qianlong empfingen hier örtliche Beamte und Offiziere, gingen mit ihnen auf die Jagd, hielten Picknicks ab und verteilten Belohnungen. Gemeinsam mit mongolischen Fürsten widmete man sich Pferderennen und sah Ringkämpfen zu oder hörte mongolische Musik. Damit sollten auch die Beziehungen zwischen der chinesischen Zentralgewalt und den mongolischen, kasachischen, uigurischen und khalkhasischen Stämmen verbessert werden. Ausländer hatten nur in Ausnahmefällen Zutritt zum Palast. Unter anderem wurde 1793 hier die Macartney-Mission empfangen.

Wie in den meisten chinesischen Gärten oder Parks kommt auch hier den Gebäuden eine große Bedeutung zu. Zu ihnen zählen beispielsweise:

* Brücke des Föhrenwindes
* Hütte im Herzen des Wassers
* Berghaus der Klaren Ruhe
* Tempel des Blütengeistes
* Tor der Wolkenhöhle
* Pavillon zum Hören des Wasserfalls

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Neuer Sommerpalast (Peking)

Abgelegt unter: Reise — Administrator @ 2:34 pm

Der Neue Sommerpalast (chin. 颐和园/頤和園, Yíhéyuán) liegt im Nordwesten Pekings wenige hundert Meter westlich der Ruinen des Alten Sommerpalastes. Er zählt zu den Höhepunkten der chinesischen Gartenkunst, obwohl er mehrfach zerstört und wieder neu errichtet werden musste. Er ist heute einer der großen Besuchermagneten in der chinesischen Hauptstadt.

Kaiser Qianlong ließ ihn 1751-1764 für eine Gesamtsumme von 4,8 Mio. Silbertael als Geschenk zum 60. Geburtstag seiner Mutter errichten. Die 290 ha große Anlage entstand auf dem Gelände des seit 1153 bestehenden ehemaligen Gartens des Goldenen Wassers und war der bevorzugte Aufenthaltsort des Kaiserhofes in den feucht-heißen Sommermonaten. Die Gebäude zählen zu den Meisterwerken chinesischer Architektur, Park zu den beeindruckendsten chinesischen Landschaftsgärten. Wie sein älteres Pendant weiter östlich fiel auch der Neue Sommerpalast der Vergeltungsaktion im Zuge des 2. Opiumkriegs zum Opfer und wurde am 17. und 18. Oktober 1860 von einem anglofranzösischen Invasionsheer zerstört. Der Fotograf Felice Beato, der die anglofranzösische Strafexpedition begleitete, dokumentierte die Palastanlagen fotografisch zwischen dem 6. und 16. Oktober, so dass eine Vorstellung der damaligen Anlage erhalten geblieben ist.

Anders als dieser wurde er jedoch auf Initiative der Kaiserinwitwe Cixi und des Chefs der Kaiserlichen Marine, Prinz Yi Xuan, in der Zeit von 1885 bis 1895 wieder aufgebaut. Die Finanzierung erfolgte durch Abzweigung von eigentlich für den Flottenausbau bestimmten Geldern, woran heute noch das berühmte Marmorboot im Palastsee erinnert. Im Zuge der Niederschlagung des Boxer-Aufstands 1900 wurde der Neue Sommerpalast ein weiteres Mal zerstört und wieder aufgebaut. Nach seiner Schließung 1908 durch die Witwe von Kaiser Guangxu wurde er 1924 wieder eröffnet. Einen Besuch konnten sich aber wegen anfangs exorbitant hoher Eintrittspreise nur wenige leisten. Heute ist der Sommerpalast ein Besuchermagnet und zählt zu den frequentiertesten Sehenswürdigkeiten der chinesischen Hauptstadt.

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Nordmeer-Park

Abgelegt unter: Reise — Administrator @ 2:31 pm

Der Nordmeer-Park (Pinyin: Beihai Gōngyuán, chinesisch: 北海公园) in Peking ist einer der typisch chinesischen Gärten. Er liegt nordwestlich des Kaiserpalastes. Von der Dschurdschischen Jin-Dynastie bis zur Zeit der Ming- und Qing-Kaiser war er Teil der verbotenen Stadt. Seit 1925 ist der Park der Öffentlichkeit zugänglich.

Der Jin-Kaiser Shizong begann 1179 n. Chr. mit der Errichtung eines Sommerpalastes und der Anlage dieses Parks. Kaiser Kublai Khan machte ihn 1260 zu seiner Residenz, indem er die “Halle der Weiten Kühlung” bezog. An ihrer Stelle wurde durch die Qing-Kaiser ab 1651 die lamaistische “Weiße Pagode” erbaut, die noch heute den Park dominiert. Kaiser Qianlong (1736-1795) führte umfangreiche Erweiterungsarbeiten durch. Nahezu alle heutigen Bauten in diesem Park stammen aus dieser Bauperiode.

Wie in den meisten chinesischen Gärten haben die Gebäude auch hier einen hohen Stellenwert. Die wichtigsten Bauwerke in diesem Park sind:

* die “Brücke des Ewigen Friedens”
* der buddhistische “Tempel der Ewigen Ruhe”
* die “Weiße Pagode”
* das “Studio des Ruhigen Herzens”, ein “Garten im Garten”
* die “Halle der Himmelskörper”
* der “Zehntausend-Buddha-Turm”
* die “Neun-Drachen-Wand”.

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Alter Sommerpalast (Peking)

Abgelegt unter: Reise — Administrator @ 2:29 pm

Die Ruinen des Alten Sommerpalastes in Peking (chin. 圆明园/圓明園, Yuánmíng Yuán „Garten der Vollkommenheit und des Lichts“) befinden sich im Norden der chinesischen Hauptstadt, nur wenige hundert Meter östlich des Neuen Sommerpalastes, in der Nähe der Peking-Universität.

Der Palast war während der Amtszeit mehrerer Kaiser der Qing-Dynastie ab 1709 errichtet und Zeit seines Bestehens ständig ausgebaut worden. Zuletzt umfasste er ca. 140 Gebäude auf einer Fläche von 350 ha. Zahlreiche Gebäude ließ Kaiser Qianlong nach Plänen seiner ausländischen Berater, insbesondere der Jesuitenpater Castiglione und Benoit, im Stil des europäischen Rokoko ausführen. Berühmt war der Alte Sommerpalast nicht nur für seine prächtigen Gärten Changchunyuan und Qichuanyuan, sondern auch für seine kostbare Bibliothek.

Im Zuge des 2. Opiumkriegs ließ Kaiser Xianfeng hier 30 englische und französische Gesandte internieren und foltern, die nach dem Abschluss des Vertrags von Tianjin die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vorbereiten sollten. Daraufhin legte im Oktober 1860 ein anglofranzösisches Invasionsheer unter der Führung von Lord Elgin mehrere Pekinger Palast- und Gartenanlagen, darunter den Yuanmingyuan selbst, in Schutt und Asche. Im Zuge der darauf folgenden Plünderungen wurden neben Kunstschätzen aller Art auch jene kostbaren Uhren geraubt, die König Georg III. dem Kaiser Qianlong durch die Macartney-Mission als Geschenk übersandt hatte, die von diesem aber als „Tribut“ eines unterwürfigen Volkes gedeutet worden waren. Zur Beute zählte auch ein Pekinesen-Hündchen, das Königin Viktoria zum Geschenk gemacht und von dieser im Gedenken an die Plünderungen „Lootie“ getauft wurde.

Zaghafte Versuche der Qing-Regierung, Yuanmingyuan wieder aufzubauen scheiterten an Geldmangel. 1900 wurden die Reste der Anlage von der zur Niederschlagung des Boxer-Aufstands entsandten Interventionsarmee endgültig geschleift; die Ruinen dienten in der Folge als Steinbruch und lieferten teilweise auch Baumaterial für die Beida. Heute werden die auf dem Gelände verbliebenen Parkanlagen von der hauptstädtischen Bevölkerung als Ausflugsziel geschätzt.

Quelle Wikipedia

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Chinesische Kalligrafie

Abgelegt unter: Kultur — Administrator @ 2:25 pm

Die chinesische Kalligrafie (chin. 書法, shūfǎ, jap. 書道, shodō) ist eine Kunstrichtung, die in engem Zusammenhang mit der chinesischen Malerei steht. In beiden Künsten werden die gleichen Werkzeuge, die Vier Schätze des Gelehrtenzimmers, verwendet: Schreibpinsel, Stangentusche, Reibstein und Papier. Deshalb verwundert es nicht, dass berühmte chinesische Kalligrafen oft auch bedeutende Maler waren.

Einer der berühmtesten chinesischen Kalligrafen war Wang Xizhi, dessen Stil nach mehr als einem Jahrtausend heute noch Grundlage des Kalligrafieunterrichts ist. Die Kalligrafie wurde als wichtiger Teil der Ausbildung angesehen und sollte auch Rückschlüsse auf die Persönlichkeit ermöglichen. Wang Xizhi ersetzte den rechtwinkligen Duktus durch kursive Linienführung, die individuelle Gestaltung ermöglicht. Seitdem galt die Kalligrafie in China neben Dichtung, Malerei und Musik als vierte der Künste.

Das hohe Prestige der Kalligrafie zeigt sich unter anderem auch darin, dass sogar chinesische Kaiser bemüht waren, sich in Kalligrafie auszuzeichnen. Am weitesten brachte es in dieser Kunst der Kaiser Song Huizong, dessen Stil schlankes Gold (shoujin) einen Höhepunkt der chinesischen Kalligrafie darstellt.

Grundlage der chinesischen Kalligrafie sind die „acht Prinzipien des Schriftzeichens 永“ (永字八法 Yǒngzì Bafǎ, Yǒng bedeutet „Ewigkeit“):

* Lì (趯), Xièzhuǎ (蟹爪), die “Schere der Krabbe”
* Tiao (挑), das “Abheben”
* Hǔyá (虎牙), der Tigerzahn
* Pie (撇), Xijiǎo (犀角), das Horn des Rhinozerus
* Duǎn Pie (短撇), der “kurze Schrägstrich”
* Niǎo Zhuó (鳥啄), das “Vogelpicken”
* (捺), das “Vorwärtsdrängen”
* Pō (波), die “Welle” oder das “goldene Messer” Jindao (金刀)

Dabei werden diese mit den acht Strichen identifiziert, aus denen sich das Schriftzeichen zusammensetzt. Sie repräsentieren die wichtigsten Grundstriche des Kalligrafen.

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August 24, 2006

Tai Chi

Abgelegt unter: Sport — Administrator @ 9:54 pm

Tàijí oder Tai Chi (chin. 太极/太極, Tàijí, W.-G. Tai Chi „Das sehr große Äußerste“, auch Die großen Gegensätze) bezeichnet das höchste Prinzip des Kosmos. Der Terminus findet sowohl im Daoismus als auch im Konfuzianismus Verwendung.

Eine allgemein akzeptable Definition ist schwierig, da der Begriff sehr unterschiedlich verwendet wird und in sich fließend ist. Das Zeichen 太 (tài) bedeutet ‚sehr groß‘, das Zeichen 極/极 (jí) bezeichnete ursprünglich den Gipfel eines Berges, aber auch den Firstbalken eines Satteldaches, als Adjektiv/Adverb heißt es ‚(der/die/das) äußerst(e)‘. Daraus entwickelte sich die Bedeutung des Hauptpunktes, der Achse. Im alten Chinesisch wird auch der Polarstern – gleichsam als Angelpunkt des Himmels – als Tàijí bezeichnet.

In der daoistischen Tradition bezeichnet das Tàijí vor allem die Einheit der komplementären Polaritäten (sich ergänzenden Gegensätze) Yin und Yáng. Yin (chin. 阴/陰) bezeichnete ursprünglich die im Schatten  liegende Seite eines Hügels (阜/Radikal阝), Yáng (chin. 阳/陽) die der Sonne (日) zugewandte, helle (昜) Seite, was sich in den traditionellen Schriftzeichen zeigt. Yin und Yáng vereinigen sich am Gipfel (chin. 极/極), eben am Tàijí. Damit drückt das Tàijí aus, dass alle Dinge in der Welt der Erscheinungen letztendlich in Harmonie stehen und dass auch scheinbare Gegensätze (z.B. Licht und Schatten) aus dem selben Urgrund hervorgehen. Nach daoistischer Lehre ist das Tàijí aus dem Wújí (chin. 无极/無極), dem Nicht-Sein, der Leere, entstanden. Aus dem Tàijí hingegen geht die gesamte Welt der Erscheinungen hervor (Wàn Wù , „die zehntausend (≅ alle) Dinge“). Tàijí ist damit die Kraft, die die beiden Pole hervorbringt. Im Kapitel 42 des Dào-Dé-Jing(道德經) von Lǎo Zǐ (老子) heißt es hierzu: „Dào erzeugt Eins, Eins erzeugt Zwei, Zwei erzeugt Drei, Drei erzeugt alle Dinge.“
In den Konfuzianismus wird das Konzept des Tàijí vor allem durch den neo-konfuzianischen Philosophen Zhū Xi (朱熹) (1130-1200) eingebunden. Kern seiner Lehre ist, daß alle Dinge Lǐ (理) (am ehesten zu übersetzen mit „Grundprinzip“, „Vernunft“) besitzen. Das Lǐ ist unveränderlich, immateriell und den Dingen inhärent. Betrachtet man das Universum als ganzes, so ist dessen Lǐ eben das Tàijí, also das ordnende Urprinzip des Universums. Zhū Xi schreibt: „Das Tàijí ist einfach das höchste von allem, jenseits dessen nichts sein kann.“

Häufig wird mit dem Begriff auch nur die symbolische Darstellung des Tàijí bezeichnet, die eigentlich Tàijítú (chin. 太极图/太極圖) heißt. Diese allgemein bekannte graphische Darstellung des Tàijí, dann oft auch als Monade bezeichnet, geht vermutlich auf Lái Zhi-Dé (auch Lái Qū-Táng) (1525-1604) zurück.

Die Grundidee, alle Dinge so zu denken, als bestünde im Hintergrund eine höhere Harmonie, hat die gesamte ostasiatische Kultur auf das Tiefste beeinflusst. Das Einswerden mit dieser Harmonie des Tàijí beherrscht nicht nur die Spiritualität, sondern wirkt sich auf Wohnen und Städteplanung (Feng Shuǐ (chin. 风水/風水)), Gartenbau, Gesellschaftordnung, Medizin und viele andere Bereiche bis in die heutige Zeit aus.

Im Westen wird der Begriff zuweilen fälschlicherweise als Kurzform für die Kampfkunst „Tàijíquán“ (chin. 太极拳/太極拳) verwendet. Auch dieses Übungssystem basiert auf diesem Einswerden mit der Harmonie des Tàijí. Als Kampfkunst bedient es sich dieser Erkenntnisse, als Formübung (jap. Kata) ist es der bewegungsmeditative Ansatz mit dem Ziel diese Harmonie zu erreichen.

Quelle Wikipedia

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